Frankreichaustausch 2013

Bechstein - Journal

Schüleraustausch mit Russland

Die 10ten Klassen des Carl-Bechstein-Gymnasiums machten in diesem Jahr wie immer die Sprachreisen in die Länder ihrer zweiten Fremdsprache. Die Russisch-Klasse 10a jedoch hatte einen Unterschied: Einen Schüleraustausch!

Im Oktober letzten Jahres flogen wir gemeinsam nach Sankt Petersburg in Russland, wo unsere Austauschpartner uns bereits in Empfang nahmen. Die Woche über lernten wir viel über die Lebensweise der russischen Schüler und über die Schule. Außerdem erkundeten wir Sankt Petersburg per Bus und sahen alle berühmten Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel die Eremitage oder wie liefen über den Newski Prospekt, eine der berühmtesten Straßen Russlands.

Die meiste Zeit spazierten wir mit unseren Austauschpartnern durch Sankt Petersburg und haben sehr viele schöne Momente erlebt. Die Zeit verging wie Flug, und nach 7 erlebnisreichen Tagen flogen wir wieder nach Berlin zurück.

Dieses Jahr im März war es endlich soweit! Die russischen Gastschüler flogen zusammen mit ihren Lehrern am 16. März Richtung Berlin Schönefeld. Die Schüler wohnten bei uns zu Hause und wir unternahmen, zusammen mit unseren Freunden, vieles in Berlin und zeigten ihnen ebenfalls die Sehenswürdigkeiten, auch wenn das Wetter nicht mitmachte. In der Woche kamen sie mit uns in die Schule und nachmittags hatten wir wieder Freizeit, die wir individuell nutzen konnten. Ansonsten haben unsere Lehrer viel in der Stadt organisiert, denn natürlich waren die Russen hier, um die Hauptstadt anzusehen. Eine große Führung rund um den Alexanderplatz oder auch ein Spaziergang zur Berliner Mauer, alles war dabei! Die Woche, und damit auch die Zeit des Schüleraustauschs, verabschiedeten wir mit einem großen Abschlussabend. Die Russen und die Deutschen bereiteten ein Programm vor und so wurden Lieder auf dem Klavier gespielt und gesungen oder auch getanzt und Gedichte aufgetragen.

Alles in Einem war die Zeit unvergesslich und wunderschön – eine tolle Erfahrung!

Charlott Hämmerling, 10a

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„Amor para todos“
Bundeswettbewerb
Fremdsprachen

Matheolympiade, Physikolympiade, Känguruwettbewerb,… Wettbewerbe für Schüler in Mathe und den naturwissenschaftlichen Fächern gibt es einige. Wusstest du, dass es auch einen Wettbewerb für Sprachen gibt? Vielleicht liegen dir ja die Sprachen mehr und du hättest Lust an einem Wettbewerb für Englisch oder deiner 2. Fremdsprache teilnehmen? Oder vielleicht lernst du ja auch außerhalb der Schule noch eine Sprache. Wenn du Spaß daran hast andere Sprachen zu sprechen, spannende Dinge über fremde Länder zu lernen und gerne Texte in einer anderen Sprache zu schreiben, dann ist der Bundeswettbewerb Fremdsprachenvielleicht genaudas richtige für dich! Der Wettbewerb für Schüler ist unterteilt in drei Kategorien: Solo, Solo plus und Team Schule.

Bei der Kategorie Solobesteht die erste Aufgabe darin, ein zweiminütiges Video in der jeweiligen Wettbewerbssprache zu drehen und darin eine Person, die einen besonders fasziniert hat, vorzustellen.Daraufhin folgt der Klausurtag, an dem Schreib-, Leseverstehens- und Höraufgaben bearbeitet werden. Dazu gibt es auch immer ein Vorbereitungsthema, für Spanisch zum Beispiel in diesem Jahr Ecuador und im letzten Jahr war es Mallorca. Die besten Teilnehmer treten danach beim Sprachenturnier gegeneinander an, wo noch eine zweite Sprache dazu gewählt werden muss.

Bei Solo plus geht es darum, mit zwei Fremdsprachen anzutreten. Dieser Wettbewerb besteht aus drei Runden, bei denen sich die jeweils besten Teilnehmer für die nächste qualifizieren. Die allererste Aufgabe besteht auch hier wieder aus einem Video und darauf folgt dann die Klausur. In den höheren Runden können noch weitere Sprachen dazu gewählt werden.

Im Teamwettbewerb treten Schülerteams aus drei bis zehn Schülern gegeneinander an. Die Aufgabe hier ist ziemlich frei. Das Ergebnis kann zum Beispiel ein Film, ein Theaterstück oder ein Brettspiel sein. Die einzige Bedingung: Es muss als ein maximal zehnminütiges Video auf der jeweiligen Wettbewerbssprache eingereicht werden. Auch hier kommen die besten Teams zum Wettbewerb auf Bundesebene, dem Sprachenturnier zusammen.

Wir, die 10L, nehmen mit Frau Jansen bereits zum dritten Mal am Teamwettbewerb mit Spanisch teil und es entstanden jedes Mal tolle und sehr verschiedene Projekte. Bereits letztes Jahr wurden aus unserer Klasse zwei Teams und zwei Soloteilnehmer bei der Preisverleihung für die Landesgruppen Brandenburg Ost und Brandenburg Süd geehrt. Dieses Jahr waren es wieder zwei Gruppen und zwei Soloteilnehmer (diesmal auch Julia aus der 9L) und die Gruppe „Amor para todos!“ Bestehend aus Antonia, Luisa, Ruby und Vivian fährt morgen mit Frau Jansen zum Sprachenfest nach Dachau bei München. Dort führen sie ihre Geschichte zum Thema Homosexualität im Iran auf. Viel Erfolg!

Neben dem Schattenspiel dieser Gruppe, sind auch noch einige weitere tolle Beiträge in den letzten drei Jahren entstanden. So gab es Spielfilme, eine Sitcom, eine Kochshow, eine Nachrichtensendung, ein Hörspiel, einen Werbespot für einen Staubsauger und Lernvideos zu verschiedenen spanischsprachigen Ländern.

Ich selbst nehme jetzt auch zum zweiten Mal am Solowettbewerb teil und ich finde es eine tolle Erfahrung für alle Schüler, die sich für Sprachen interessieren. Für mich geht es im September zum Sprachenturnier nach Papenburg.

Victoria Knoth, 10L

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...eine Theaterkritik

Am 13. und 14. Februar 2019 fand in der Aula des Carl-Bechstein-Gymnasiums die Aufführung des DS/12 Kurses statt. Unter der Regie und Dramaturgie von Martlis Hoppe präsentierten sie das Theaterstück „Spiel mit Wedekind“, welches aus (aktualisierten) Szenen aus dem Werk „Frühlingserwachen“ (1890) von Frank Wedekind stammt.
Die Schauspieler aus der 12. Klasse stellten Jugendliche und ihren Alltag im späten 19. Jahrhundert im Vergleich zum jungen 21. Jahrhundert dar - und dies teilweise mit vielen Hyperbeln und auf eine lustige Weise, welche für Schüler angemessen erscheint.

Die erste Szene war eine klassische, kaum abgewandelte Version aus dem genannten Werk „Frühlingserwachen“ und war die Basis, auf welcher die Handlung des Dramas beruhte.
Diese Szene spielt eine bedeutende Rolle im Stück.
In dieser Szene spielten die beiden Jugendlichen Klaas Sommer, welcher seine Rolle besonders gut verkörperte und Robin Garnitz die ersten beiden Hauptpersonen Melchior Gabor und Moritz Stiefel. Das Thema der Szene ist die erste Annäherung der Jungen an Mädchen, wobei Melchior schon mehr in Kontakt mit ihnen war und nun seine Aufklärung, auf Nachfrage seines Freundes Moritz, an ihn weitergeben will. Doch Moritz ist nicht so „locker“ wie es sein Freund Melchior ist und empfindet es peinlich, mit seinem Freund darüber zu sprechen. Daher bietet ihm Melchior an ein Buch zu verfassen… damit ist die Exposition des Stücks geschaffen.

In der nächsten Szene kommen drei Mädchen auf die Bühne.
Diese sollen den Alltag von Mädchen des 19. Jahrhunderts inklusive Gefühle und Träume zum Ausdruck bringen. Dargestellt werden Thea, Martha Bessel und Wendla Bergmann von Tia-Louiza Solbach, Lizzi Degenkolb-Myrrhe, sowie Stella Venus Gnilka, welche in dieser Szene besonders durch ihren anspruchsvollen Text und ihre Darstellungs-bzw. Ausdruckskraft hervorstechen.
Die drei Mädchen unterhalten sich miteinander sowohl über häusliche Gewalt und ihren Wunsch für Freiheit, als auch über ihre Zukunft, in welcher sie einen Jungen kennenlernen wollen, um eine Familie zu gründen.

Es folgte eine Zwischenszene, in welcher Niklas Lobmayr „Gnossienne No. 1“ auf dem Flügel spielt. Dies stellt den Abschluss des 19. Jahrhunderts dar.

Anschließend gibt es eine Szene, in welcher der Übergang zum 21. Jahrhundert in Form von Silhouetten und Knicklichtern zu dem neuzeitlichen Lied „Ohne dich“, gespielt von der Schulband (Thomas & Sebastian Falk, Lam Minh Le, Lea Marschke und die Sänger Leander Buchenau & Ramon Kaiser) verdeutlicht werden soll. Kritik an dieser Stelle ist, dass ein ähnlicher Auftritt von den Schülern schon von ihren Musikkursen aufgeführt wurde, in welchen viele der Schüler auch sind.

Die erste aktualisierte Szene wurde von Lam Minh Le, Klaas Sommer, Paul Brückner und Robin Garnitz als Momo, Erkan, Jeremy und Kevin gespielt. Vor allem Klaas verkörpert seine Rolle sehr gut. Er ist sofort in seiner Rolle, welche auch sehr gut zu ihm und seinem Wesen gepasst hat. Auch Minh, welcher in dieser Szene eine Außenseiter spielt, stellt diese Rolle sehr gut dar und ist vollkommen präsent. Bei Paul jedoch ist eine gewisse Unsicherheit zu spüren, als er ein Gespräch mit Minh über die Tatsache, dass dieser einen Schwulen spielt, spricht.

Die darauffolgende Szene ist das passende Gegenstück zur Szene der Mädchen des 19. Jahrhunderts. Gespielt von Lizzi Degenkolb-Myrrhe, Liv Scheinbenz, Ben Myrrhe und Tia-Louiza Solbach treten Chanti, Tatjana, Lisa und Jenny auf. Besonders auch die Namen geben eine Botschaft ans Publikum, inwieweit sich die Welt über die Zeit verändert.
Nun zu der Szene selbst. In diesem Auftritt fällt vor allem Ben, der einzige Junge auf der Bühne, auf, welcher jedoch ein Mädchen spielt und damit komplett in die Genderrolle fällt. Auch aus der vorhergehenden Szene wird dem Zuschauer bewusst, inwieweit die Welt moderner geworden ist, indem die „typischen“ Geschlechterrollen zu vielen Teilen aufgesprengt wurden und es nun normal ist, schwul zu sein oder sich auch als Junge wie ein Mädchen zu fühlen und sich entsprechend zu präsentieren. Wie ich finde eine sehr moderne und gute Idee diese Themen auch in einem Schultheaterstück anzusprechen.
In der Szene sind Liv und Lizzi sehr ausdrucksstarke Schauspielerinnen, aber auch Ben ist sehr gut in seiner Rolle. Tia ist etwas zurückhaltender in ihrem Auftreten. Der Fakt, dass Liv schon in ihren jungen Jahren schwanger ist und raucht, sind klare Hyperbeln.

Die Abschlussszene war vermutlich als Highlight des Abends geplant, jedoch waren für mich die anderen Szenen schlüssiger. Es war etwas schwer den roten Faden zu behalten, da ein erneuter Zeitsprung – diesmal unangekündigt - stattfand und der Hauptcharakter der ersten Szene Melchior nun von der Zweitbesetzung gespielt wurde. Währenddessen befand sich der Schauspieler der ersten Szene, Klaas Sommer, auf der Bühne. Für mich eine nicht nachzuvollziehende Besetzung, da der Schauspieler Paul Brückner zwar das Kostüm von Melchior getragen, aber das ganze Publikum durchaus bemerkt hat, dass es sich nicht um denselben Schauspieler wie am Anfang handelt, und es dadurch auch im ersten Moment eine andere Person des Stücks hätte sein können, welche aus Mangel an Kostümen dasselbe Outfit getragen hat.
Durch den sehr gut dargestellten Direktor, welcher mit viel Kreativität von den drei Schauspielern Lizzi Degenkolb-Myrrhe, Stella Venus Gnilka und Ben Myrrhe verkörpert wurde, wurde dem Zuschauer auch durch erwähnen des Namens Melchior klar, dass es der gleiche Charakter, wie in der Anfangsszene sein musste. Jedoch dennoch für mich eine nicht nachvollziehbare Besetzung. Abgesehen davon war die Szene in sich relativ schlüssig, aber etwas langweilig, da es sich erst einmal in der Konversation der Schauspieler nur um ein Fenster zu drehen schien. Erstaunlich ist, wie gut die Schauspieler der Lehrerkonferenz ihrem zum Teil wirklich merkwürdigen Auftreten auf der Bühne treu geblieben sind und sich auch durch das Schmunzeln des Publikums nicht haben durcheinanderbringen lassen.

Da der Schluss des Stücks mit einem Wink, dass es auch an unserer Schule so sei, beendet wurde, fand ich als Schüler das Ende und den Gedanken recht interessant. Jedoch weiß ich nicht, wie es Eltern, welche das Stück sahen, empfinden. Zudem war die Umsetzung mit dem Bild unseres Konferenzraums etwas schwierig, da die wenigsten der Schüler diesen schon einmal gesehen haben. Daher wäre eine Bildunterschrift oder ähnliches nützlich gewesen. Die Kostüme des Stücks waren wirklich sehr gut ausgewählt. Die Kleidung war jeweils der Zeit entsprechend.
Die Musik war, an den Stellen, wo sie eingesetzt wurde, mit Bedacht ausgewählt. Jedoch waren die Musikstücke etwas zu lang und hätten auch etwas verkürzt werden können, weil durch die längere Pause, die durch ein langes Musikstück ohne Gespräch entsteht, auch in einem Publikum mit Schülern schnell eine Unruhe entstehen kann. Diese könnte möglicherweise die Schauspieler durcheinanderbringen, da die Gäste nicht sofort wieder leise waren, wenn sich etwas auf der Bühne bewegt. Die Technik war für die Verhältnisse, abgesehen von einem Ausfall des Schlagzeugs, welcher gekonnt überspielt wurde, sehr gut von den beiden Technikern Max Bode und Thorben Stumpe ausgeführt worden.
Etwas schade fand ich, dass nicht alle Kapazitäten an Schauspielern ausgenutzt wurden. Jelena Igel und Sofia Zwitasch hatten nur Nebenrollen ohne Sprechteil in einer einzelnen Szene und bekamen deswegen keine Chance das Publikum von sich zu begeistern, wie beispielsweise Klaas Sommer tat.

Im Großen und Ganzen war es ein sehr interessantes Stück, welches an manchen Stellen von mir nicht ganz nachzuvollziehen war. Eine besondere Leistung ist für mich, dass der Text der neuinterpretierten Szenen ebenfalls von einer Schülerin (Maren Böhning) verfasst wurde. Dies wurde leider nur als Bemerkung im Flyer erwähnt und das Publikum wurde darüberhinaus nicht darüber informiert. Die Schauspieler waren sehr professionell in ihren Rollen und überzeugend in ihrer Darstellung. Daher… ein gelungenes Stück.

Artikel: Marit Johanna Huchatz (10L)

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